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Wie alle Jahre zuvor, war auch am Sonntagnachmittag der Saal im Hotel am Regenbogen voll besetzt bei der Jahresversammlung des Fischereivereins Cham. Im fünften Jahr in Folge hat der Verein einen Mitgliederzuwachs und zählt jetzt 592 Mitglieder. "Wir werden wohl in nächster Zeit die Grenze von 600 Mitgliedern überschreiten", sagte Vorsitzender Alfons Klostermeier und meinte dazu: "Der Fischereiverein Cham und seine Gewässer sind nach wie vor sehr attraktiv".

 

 

 

Klostermeier ging auch gleich bei seinem Rechenschaftsbericht auf die Arbeitsleistungen der Mitglieder ein. "Bei einem Fischereiverein unserer Größenordnung ist es wichtig, dass sich möglichst viele aktiv einbringen. Knapp 5000 Arbeitsstunden wurden 2017 geleistet. Die Einnahmen für nicht geleistete Arbeit belaufen sich auf 7125 Euro, so der Vorsitzende. Da aber immer mehr Angler lieber zahlen als arbeiten, hat sich die Führung darauf geeinigt, den Kostensatz für nicht geleistete Arbeit im Jahr 2019 auf 20 Euro pro Stunde zu erhöhen.

400 Jahreskarten wurden im letzten Jahr ausgegeben, davon 323 für Erwachsene und 67 für Jugendliche. Weiter wurden auch wieder 1334 Tageskarten ausgegeben sowie sechs Wochenkarten. Der Vorsitzende bemerkte, dass der Fischereiverein damit zu einem positiven Image der Stadt Cham beiträgt, "denn zahlreiche Angelurlauber wählen ihren Urlaubsort in erster Linie nach der Attraktivität der zur Verfügung stehenden Angelgewässer aus und unsere Gewässer werden - wie wir aus zahlreichen Rückmeldungen wissen - als sehr attraktiv eingeschätzt", so Klostermeier. Der Verein hat 2017 auch wieder 35 000 Euro an Schulden getilgt. "Wenn das so weitergeht, sind die großen Investitionen der letzten Jahre bald abbezahlt, ist sich Klostermeier sicher.

Klostermeier bedankte sich beim ausgeschiedenen Kursleiter Fridolin Marmann, der den Umbruch vom analogen ins digitale Prüfungszeitalter meistern musste sowie bei dem langjährigen Referenten für das Fach Recht, Christian Greil, überreichte beiden ein Präsent und stellte mit Hans Gleixner und Thomas Schmatz die beiden Nachfolger vor. Was dann folgte war eine lange Aufzählung von Aktivitäten, Ausbildungen, Besuch eigener und anderer Veranstaltungen und Sitzungen.

Klostermeier präsentierte einige Zahlen. 2017 wurden 1487 Fische gefangen mit einem Gesamtgewicht von 2808 Kilogramm. Eingesetzt wurden 2017 aber auch rund 7000 Kilo Fische für rund 30 000 Euro.

Mit der Auflockerung von Kiesbänken, Störsteinen, Renaturierung und der Teilnahme am Artenhilfsprogramm trägt der Verein zur Verbesserung der Gewässer bei. Der Vereinschef bemängelte aber auch, dass Mitglieder ihren Müll wie Maisdosen, Madenbüchsen einfach an ihrem Angelplatz liegen lassen. Die Jugendabteilung hat alleine an den Schneiderseen und am Stefflsee einen ganzen Sack voll Müll eingesammelt.

Wolfgang Decker gab dann einen kurzen Überblick über Zustand der vereinseigenen und angepachteten Gewässer und präsentierte die Zahlen der 2017 eingesetzten Fische. Dazu zählten Aale, Hechte, Weißfische, Karpfen, Schleien, Nasen, Ruten, Bachforellen, Regenbogenforellen, Äschen und Zander.

Jugendwart Hans Gleixner berichtete, dass die Jugendgruppe im Fischereiverein Cham aktuell aus 58 Jugendlichen im Alter zwischen neun und siebzehn Jahren besteht, die von fünf ausgebildeten Jugendleitern betreut werden. 2017 wechselten 14 Jugendliche ins Lager der Erwachsenen. Gleixner informierte in einer Präsentation mit vielen Bildern über insgesamt 38 Veranstaltungen, eine davon führte den Anglernachwuchs sogar nach Italien. "Ich möchte schon sagen, dass ich sehr stolz bin auf unsere Fischerjugend, die sich unter der Leitung von Hans Gleixner und Martin Bemmerl toll entwickelt. Sie erhalten eine grundsolide Ausbildung und wissen oft mehr als die Erwachsenen", bescheinigte Vorsitzender Alfons Klostermeier den Jugendlichen.

Der Bericht des Kassiers gab Auskunft über eine solide finanzielle Ausstattung des Vereins und die Kassenprüfer bescheinigten beste Buch- und Belegführung.

Sepp Blaha, dritter Bürgermeister der Stadt Cham, hatte viel Lob für den Fischereiverein: "Sie leisten durch ihr ehrenamtliches Einbringen einen wertvollen Dienst für die Umwelt, die P?ege und Hege der Bäche, Flüsse und Seen und den Artenschutz der Fische. Vor allem haben Sie es hervorragend gemeistert, die Jugend ins Boot zu holen. Tolle Veranstaltungen, die die Jugend begeistern", sagte er abschließend und dankte allen die sich für den Fischereiverein engagieren. (fsh)

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